

Vom ersten Couchverkauf mit zwölf bis zur Geschäftsführung in vierter Generation: Hannes Voigt lebt Möbelhandel mit Herz und Verstand. Im Interview erzählt er, was gutes Kundenfeedback für ihn bedeutet, welche Stilrichtungen gerade gefragt sind – und warum er auf sein Team besonders stolz ist.
Ich bin Hannes Voigt, 41 Jahre alt, Geschäftsführer von Möbel Voigt – und inzwischen in vierter Generation im Familienunternehmen aktiv. Möbel verkaufen wir schon seit 1908, damals noch in Rötha. Heute sind wir in Borna zu Hause mit mittlerweile rund 2.500 Quadratmetern Verkaufsfläche. Unser Sortiment umfasst Möbel aus den Bereichen Wohnen, Schlafen und Küchen. Und wir bieten echten Rundum-Service: Vom ersten Gespräch bis zur letzten Schraube – und gern auch darüber hinaus: Lieferung, Montage, Altmöbelentsorgung oder die Vermittlung von Handwerksleistungen wie Maler- oder Bodenarbeiten gehören bei uns einfach dazu.
Was uns wichtig ist: Wir denken nicht in Produkten, sondern in Lösungen. Und wir begeistern unsere Kundinnen und Kunden nicht mit großen Worten, sondern mit ehrlichem Einsatz. Das wurde bei uns schon immer so gelebt. Ich war als Kind schon ständig im Haus unterwegs, hab mit 12 meine erste Couch verkauft – eine “Saline“ von Arco Polstermöbel, und bin nach meiner Ausbildung fest eingestiegen. Seitdem stelle ich mir jeden Tag die gleiche Frage: Was können wir heute noch besser machen?
Da gibt’s nicht “das eine“ Feedback – wir freuen uns über jedes ehrliche Lob. Besonders schön ist es aber, wenn Kundinnen und Kunden sich nach einer schwierigen Situation melden und sagen: “Toll, wie Sie das gelöst haben.“ Denn genau dann zeigt sich, ob unser Anspruch an Service wirklich gelebt wird. Wenn am Ende jemand zufrieden nach Hause geht und das sogar öffentlich teilt, macht uns das natürlich stolz.
Im Wohnzimmer setzen viele auf Klassiker – Eiche bleibt ein Dauerbrenner, gern kombiniert mit Stauraum und flexiblen Baureihen. Im Schlafzimmer geht der Trend klar zu Polsterbetten mit Stoffbezug. Die bieten Stauraum, lassen sich individuell kombinieren, und die klassischen Holzrahmenbetten werden seltener. Auch Boxspring verliert bei uns an Bedeutung.
In der Küche sind Grün- und Naturtöne aktuell sehr gefragt. Landhaus ist weiterhin beliebt, Betonoptik und Hochglanzfronten dagegen eher auf dem Rückzug. Und über alle Wohnbereiche hinweg sehen wir: Helle Holztöne kommen zurück – und mit ihnen ein Gefühl von Leichtigkeit und Wohnlichkeit.
Was uns dabei auffällt: Neben Stil und Design achten viele heute besonders auf Service. Ein guter Kundendienst ist für viele fast genauso wichtig wie das neue Sofa selbst.
Da gibt es einige! 2022 haben wir unser Küchenstudio erweitert und gleichzeitig unser Mustercenter sowie die Esszimmer- und Garderobenabteilung umgebaut. Das war ein großer Schritt und hat sich absolut gelohnt.
Parallel haben wir vieles im Unternehmen digitalisiert: papierlose Kalender, DATEV-Prozesse, moderne Bezahlmethoden wie Apple Pay oder Google Pay – das sind Themen, die Kunden inzwischen einfach erwarten. Auch unsere neue Website ist gerade in Arbeit. Sie wird mobiler, serviceorientierter und bildet die Grundlage für künftige Online-Aktivitäten.
Worauf ich aber am meisten stolz bin? Auf unser Team. Da stimmt der Zusammenhalt, da wird auf Augenhöhe gearbeitet. Ohne das würde vieles nicht so laufen, wie es heute läuft.
Wie gesagt: Ich war irgendwie schon immer da. Man sagt bei uns gern, ich hätte von Geburt an ein Holzbein gehabt – also symbolisch. Ich bin mit dem Unternehmen aufgewachsen, war als Kind ständig dabei. Die erste Couch hab ich mit 12 verkauft, und seitdem war eigentlich klar: Das ist mein Weg.
Bildquelle: Alliance-Verband