

Seit über 90 Jahren ist Möbel May in der Region verwurzelt. Heute führen Christian May und die Familie Nuppeney das Familienunternehmen in dritter Generation. Aus dem kleinen Familienbetrieb ist ein modernes Einrichtungshaus mit drei Standorten in Ulmen, Mayen und Neuwied entstanden. Dabei verbindet Möbel May Tradition mit zeitgemäßen Einrichtungskonzepten: Möbel May steht für ein breites Möbel- und Küchensortiment, während die WOHNFABRIK in Neuwied als eigenständiges Markenhaus einen stärkeren design- und markenorientierten Schwerpunkt setzt. Was sich über die Jahrzehnte nicht verändert hat, ist der Anspruch des Unternehmens: Menschen nicht einfach Möbel zu verkaufen, sondern sie bei der Gestaltung ihres persönlichen Lebens- oder Arbeitsraums zu begleiten – von der ersten Idee über die Planung bis zur Umsetzung.
Möbel May im Gespräch über die Verbindung von Tradition und Veränderung, die Zukunft von persönlicher und digitaler Beratung und den Wert des Austauschs innerhalb der Alliance-Gemeinschaft.

Unsere Besonderheit liegt weniger in einem einzelnen Produkt oder Konzept, sondern in der Kombination verschiedener Stärken. Wir sind einerseits ein traditionsreiches Familienunternehmen mit einer starken regionalen Verwurzelung und langjährigen Kundenbeziehungen. Gleichzeitig haben wir uns immer wieder bewusst verändert und neue Konzepte entwickelt. Die Entwicklung der WOHNFABRIK, die Modernisierung unserer Häuser, unsere Küchen-Kompetenz-Zentren und die zunehmende Digitalisierung sind Beispiele dafür.
Auch die Entwicklung der Objekteinrichtung steht für diesen Veränderungsprozess. Wir haben uns in den vergangenen Jahren zunehmend vom klassischen Einrichtungshaus hin zu einem Anbieter ganzheitlicher Einrichtungslösungen entwickelt. Heute können wir beispielsweise Hotels, Büros, Ferienwohnungen oder andere gewerbliche Objekte von der Planung über die Auswahl der Möbel bis hin zu Lieferung und Montage begleiten.
Dabei versuchen wir, das Beste aus zwei Welten miteinander zu verbinden: die persönliche Nähe und Verbindlichkeit eines Familienunternehmens mit den professionellen Strukturen und Möglichkeiten eines modernen Handelsunternehmens. Unser Anspruch ist deshalb nicht, jedem Kunden dasselbe Einkaufserlebnis zu bieten. Vielmehr wollen wir unterschiedliche Wohnwelten, Preislagen und Beratungsansätze abbilden und den Kunden genau dort begegnen, wo ihre individuellen Wünsche liegen.
„Die Entwicklung der WOHNFABRIK, die Modernisierung unserer Häuser, unsere Küchen-Kompetenz-Zentren und die zunehmende Digitalisierung sind Beispiele dafür, wie wir uns immer wieder bewusst verändert und neue Konzepte entwickelt haben.“

Ein zentrales Zukunftsthema ist für uns die Weiterentwicklung der gesamten Customer Journey. Der Möbelkauf beginnt heute längst nicht mehr zwingend im Einrichtungshaus. Kunden informieren sich online, lassen sich über Social Media inspirieren, planen ihre Küche digital, treten über WhatsApp mit uns in Kontakt oder vereinbaren einen Beratungstermin, bevor sie überhaupt ein Haus betreten.
Für uns bedeutet Digitalisierung deshalb nicht, die persönliche Beratung zu ersetzen. Im Gegenteil: Wir wollen digitale Möglichkeiten nutzen, um die persönliche Beratung besser, schneller und komfortabler zu machen. Die verschiedenen Kontaktpunkte müssen dabei immer stärker miteinander verbunden werden.
Gleichzeitig bleibt die Qualifikation unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein entscheidender Erfolgsfaktor. Gerade bei erklärungsbedürftigen Produkten und individuellen Einrichtungslösungen entsteht der Mehrwert des stationären Handels durch Kompetenz, Erfahrung und die Fähigkeit, gemeinsam mit dem Kunden die richtige Lösung zu entwickeln. Wir sehen deshalb die Zukunft weniger als Gegensatz von online und stationär, sondern als sinnvolle Verbindung beider Welten.
„Wir sehen die Zukunft weniger als Gegensatz von online und stationär, sondern als sinnvolle Verbindung beider Welten.“

Nachhaltigkeit ist für uns kein einzelnes Projekt, sondern ein Thema, das sich durch verschiedene Bereiche unseres Unternehmens zieht. Wir haben beispielsweise an unseren drei Standorten Photovoltaikanlagen installiert, unsere Beleuchtung auf energieeffiziente Systeme umgestellt und stellen unseren Kunden und Mitarbeitern an den Standorten E-Lademöglichkeiten zur Verfügung. Auch unsere Logistik wird durch digitale Lieferplanung effizienter organisiert.
Ein weiterer Schritt war die deutliche Reduzierung unserer gedruckten Prospekte. Statt große Mengen Papier zu verteilen, setzen wir inzwischen wesentlich stärker auf digitale Kommunikation.
Für uns ist dabei wichtig, Nachhaltigkeit mit wirtschaftlicher Vernunft zu verbinden. Maßnahmen müssen ökologisch sinnvoll sein, gleichzeitig aber auch langfristig zum Unternehmen passen. Gerade als Familienunternehmen denken wir dabei nicht nur in kurzfristigen Effekten, sondern in Generationen.
„Wir verbinden Nachhaltigkeit mit wirtschaftlicher Vernunft. Maßnahmen müssen ökologisch sinnvoll sein, gleichzeitig aber auch langfristig zum Unternehmen passen.“

Unser größter Tipp wäre: Austausch suchen und offen bleiben. Gerade als Unternehmer im Möbelhandel besteht die Gefahr, dass man sich sehr stark mit dem eigenen Tagesgeschäft beschäftigt. Der Blick über den eigenen Tellerrand ist deshalb enorm wertvoll. Genau hier sehen wir eine große Stärke der Alliance-Gemeinschaft.
Eine Methode, die Sophie Nuppeney bereits während ihres Studiums geprägt hat, ist Lean Management. Für sie geht es dabei im Kern um die Haltung, Prozesse immer wieder zu hinterfragen, Verschwendung zu vermeiden und kontinuierlich besser zu werden. Das funktioniert besonders gut, wenn man nicht versucht, jede Lösung selbst zu entwickeln. Die ERFA-Tagungen der Alliance sind dafür ein hervorragendes Beispiel: Man bekommt Einblicke in andere Unternehmen, diskutiert offen über Herausforderungen und nimmt häufig konkrete Ideen mit, die sich im eigenen Unternehmen weiterdenken lassen.
Dabei muss man natürlich nicht alles kopieren. Entscheidend ist vielmehr, gute Ansätze zu erkennen und zu überlegen, was davon zum eigenen Unternehmen, zur eigenen Mannschaft und zur eigenen Kundschaft passt.
Genau dieser offene Austausch ist aus unserer Sicht ein echter Mehrwert der Alliance: Wir können uns gegenseitig unterstützen, voneinander lernen und gemeinsam als Branche besser werden.
„Der Blick über den eigenen Tellerrand ist deshalb enorm wertvoll. Genau hier sehen wir eine große Stärke der Alliance-Gemeinschaft.“
