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Drei Personen im Gespräch über Polstermöbel und Stoffmuster in einer Möbelausstellung.
Drei Personen im Gespräch über Polstermöbel und Stoffmuster in einer Möbelausstellung.

Personalplanung für das Weihnachtsgeschäft: Wer jetzt nicht plant, kämpft im Dezember

 

Das Weihnachtsgeschäft verzeiht keine Lücken. Während der Showroom voll ist, Liefertermine drängen und die Beratungsgespräche länger werden, fehlt im schlimmsten Fall genau die Person, auf die man am meisten angewiesen ist. Was dann folgt, kennen viele Händler:innen: kurzfristige Notlösungen, überlastete Stammkräfte und am Ende ein Team, das erschöpft ins neue Jahr startet. Dabei lässt sich das mit etwas Vorlauf gut vermeiden.

Schritt 1:
Bedarf ehrlich einschätzen

Bevor irgendjemand eingestellt oder eingeplant wird, braucht es einen realistischen Blick auf die Zahlen der Vorjahre. Wann war der Showroom besonders voll? An welchen Tagen gab es die meisten Beratungsanfragen? Wann häuften sich Lieferungen und Reklamationen? Wer diese Muster kennt, kann gezielt planen statt auf Verdacht handeln. Besonders die Kalenderwochen 47 bis 51 verdienen dabei besondere Aufmerksamkeit, denn hier entscheidet sich, ob das Jahresendgeschäft wirklich funktioniert.

Schritt 2:
Aushilfen rechtzeitig suchen und einarbeiten

Kurzfristig gute Aushilfen zu finden ist schwierig. Das weiß jeder, der es schon einmal im November versucht hat. Wer dagegen im September oder Oktober beginnt zu suchen, hat deutlich mehr Auswahl. Gute Quellen sind Hochschulen in der Region, ehemalige Mitarbeitende, die für eine Saison zurückkommen möchten, oder auch Empfehlungen aus dem bestehenden Team.

Noch wichtiger als das Finden ist das Einarbeiten. Eine Aushilfe, die nicht weiß, wo die Reklamationsformulare liegen oder wie das Kassensystem funktioniert, hilft im Zweifel niemandem. Ein kompakter Einarbeitungstag vor dem eigentlichen Einsatz zahlt sich mehrfach aus.

Schritt 3:
Schichten mit Puffer planen

In der Hochphase sind Ausfälle durch Krankheit keine Ausnahme, sondern Realität. Ein Schichtplan, der auf den letzten Mann und die letzte Frau durchgeplant ist, bricht beim ersten Krankmeldungsanruf zusammen. Besser ist es, bewusst Puffer einzubauen: Wer kann kurzfristig einspringen? Gibt es Mitarbeitende, die für spontane Zusatzstunden bereit wären, wenn der Ausgleich stimmt?

Schritt 4:
Das Team durch die Hochphase tragen

Gute Personalplanung endet nicht mit dem Dienstplan. Gerade in stressreichen Wochen braucht ein Team auch Führung und Anerkennung. Kleine Gesten wirken dabei oft mehr als große Versprechen: ein gemeinsames Frühstück vor der Öffnung, ein ehrliches Danke im Teammeeting, eine klare Ansage, dass Überstunden im Januar ausgeglichen werden. Wer seinem Team zeigt, dass der Einsatz gesehen wird, hat im nächsten Jahr wieder motivierte Mitarbeitende, die bereit sind, die Hochphase gemeinsam zu stemmen.

Frau sitzt entspannt auf einem hellen Sofa mit bunten Kissen in einer Möbelausstellung.

Der beste Rabatt ist der, den niemand bemerkt

 

Ein gut aufgestelltes Team ist am Ende der entscheidende Faktor für ein erfolgreiches Weihnachtsgeschäft – nicht der Preis, nicht die Werbeaktion, nicht das Sortiment allein. Wer jetzt plant, schützt sein Team, seine Kund:innen und letztlich seinen Umsatz. Der Dezember wird kommen, egal ob man vorbereitet ist oder nicht. Der Unterschied liegt darin, wie man ihn erlebt.

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Bildquelle: Alliance Möbel